Darstellungsoptionen

Die Darstellung von PDFs in Standard-konformen Anzeigeprogrammen kann mit webPDF über Parameter beeinflusst werden. Die angebotenen Darstellungsoptionen beziehen sich meist auf eine spezielle Darstellung und sind damit sehr kontextabhängig.

 

Über Effekte und vor allem die Automatisierung der Seitenwechsel können mit PDFs Vollbild-Slideshows und Präsentationen realisiert werden.

 

Die Einstellungen, um die Startseite, das Seitenlayout, die initiale Ansicht und die Vergrößerung zu verändern, können Sie verwenden, damit der Nutzer das Dokument bereits in einem optimalen Darstellungszustand öffnen kann, sodass er problemlos darin navigieren kann und ihm die Inhalte auf die von Ihnen gewünschte Art präsentiert werden.

 

Über Seitenhintergründe, Kopf- und Fußzeilen können im Dokument weitere Informationen hinterlegt werden.

 

Über die Skalierung der Seitenrahmen können Seitengröße und die verschiedenen Bereiche für Anzeige und Druck optimiert werden. Seitenrahmen können ebenfalls entfernt werden.

 

Startseite

Der Parameter "Startseite" öffnet das Dokument auf der von Ihnen angegebenen Seite. Dies ist dann nützlich, wenn Sie die Aufmerksamkeit des Nutzers auf spezielle Inhalte lenken wollen, die sich aber nicht auf der ersten Seite des Dokuments befinden. Wenn Sie also beispielsweise das Dokument auf einer mit Sprungmarken versehenen Inhaltsangabe starten lassen möchten, um dem Nutzer von Anfang an die Navigation zu vereinfachen.

 

Seiten Layout

Der Parameter "Seiten Layout" wirkt sich ausschließlich auf die Standardansicht von Dokumenten aus und beeinflusst Anzahl, Anordnung und Vergrößerung der gleichzeitig in einem Anzeigeprogramm dargestellten Seiten.

 

singlePage

Stellt Einzelseiten isoliert von ihrem Kontext dar. Wird über die Seiten geblättert, so springt die Ansicht direkt zur nächsten Seite.

singlePageContinous

Stellt Einzelseiten hintereinander fortlaufend dar, sodass ohne abrupte Sprünge über die Seiten gescrollt werden kann.

twoPages

Stellt je zwei aufeinander folgende Seiten nebeneinander dar. Die Beiden Seiten werden isoliert von ihrem Kontext angezeigt. Wird über die Seiten geblättert, so springt die Ansicht direkt zum nächsten Seitenpaar.

twoPagesContinous

Stellt je zwei aufeinander folgende Seiten nebeneinander dar. Die Seiten werden ohne abrupte Sprünge fortlaufend dargestellt, sodass ohne abrupte Sprünge über die Seitenpaare gescrollt werden kann.

 

Initiale Ansicht

Der Parameter "initiale Ansicht" konfiguriert, wie das Dokument direkt nach dem Öffnen präsentiert werden soll und welcher Reiter initial geöffnet sein soll.

 

none

Weder befindet sich das Dokument in einer besonderen Ansicht, noch soll initial ein besonderer Reiter geöffnet werden.

outlines

Öffnet das Dokument mit angezeigtem Reiter "Lesezeichen". Es wird also vorausgesetzt, dass das Dokument über sinnvolle Lesezeichen verfügt, die dem Nutzer eine sinnvolle kontextuelle Navigation gestatten.

thumbnails

Öffnet das Dokument mit angezeigtem Reiter "Seitenminiaturen". Dem Nutzer wird also direkt ermöglicht, über eine fortlaufende Liste visueller Seitenrepräsentationen zu navigieren.

fullscreen

Öffnet das Dokument direkt im Vollbildmodus. Dies ist insbesondere für Präsentationen sinnvoll.

 

Vergrößerung

Der Parameter "Vergrößerung" beeinflusst ausschließlich die Standardansicht von Dokumenten und setzt dort den initialen Vergrößerungszustand der Ansicht.

 

none

Es wird keine besondere Vergrößerung für das Dokument genutzt. Das Anzeigeprogramm nutzt die Standard-Voreinstellung.

fitWidth

Es wird eine Vergrößerung gewählt, die es erlaubt, die gesamte Breite der Seite darzustellen.

fitPage

Es wird eine Vergrößerung gewählt, die es erlaubt, die Seite komplett darzustellen.

fitHeight

Es wird eine Vergrößerung gewählt, die es erlaubt, die gesamte Höhe der Seite darzustellen.

fitVisible

Es wird eine Vergrößerung gewählt, die es erlaubt, die Breite des eigentlichen Seiteninhalts abzubilden.

fitActual

Die Seite wird in ihren originalen Maßen dargestellt (Zoom 100%).

zoom

Es wird eine bestimmte Vergrößerung für das Dokument festgelegt.

 

Seiten-Übergangseffekte

Der Parameter "Übergangseffekt" beeinflusst ausschließlich die Vollbildansicht und kann dazu genutzt werden, das Blättern von einer Seite zur nächsten besonders zu betonen. Manche Übergangseffekte können von der Effektrichtung zusätzlich beeinflusst werden. Alle Übergangseffekte beziehen sich stets auf einen bestimmten Seitenbereich oder sogar nur auf eine einzelne Seite. Ihnen steht es also frei, in Ihrem Dokument zwischen Effekten zu variieren oder gezielt bestimmte Seiten über Effekte zu betonen. Durch die Automatisierung des Seitenübergangs lassen sich mit PDF-Dokumenten Slideshows erstellen, aber auch Vollbild-Bildschirmpräsentationen, die einen Klick zur Auslösung benötigen, wären somit realisierbar.

 

none

Es wird ohne besonderen Effekt direkt die Seite gewechselt.

Die Übergangsrichtung hat keinen Einfluss auf diesen Effekt.

blinds

Zerschneidet die Seite in mehrere Streifen und schiebt diese individuell in sich zusammen, um die nächste Seite frei zu legen.

Die Übergangsrichtung hat keinen Einfluss auf diesen Effekt.

box

Expandiert die nächste Seite als Rechteck aus dem Zentrum der Anzeigefläche heraus und ersetzt so die vorher angezeigte Seite.

Die Übergangsrichtung hat keinen Einfluss auf diesen Effekt.

cover

Schiebt die nächste Seite vom Seitenrand her kommend über die aktuelle Seite.

Dieser Effekt wird durch die Übergangsrichtung beeinflusst.

dissolve

Blendet die aktuelle Seite quadratweise aus und legt so die nächste Seite frei.

Die Übergangsrichtung hat keinen Einfluss auf diesen Effekt.

fade

Lässt die aktuelle Seite schrittweise verblassen und blendet so gleichmäßig in die nächste über.

Die Übergangsrichtung hat keinen Einfluss auf diesen Effekt.

fly

Lässt die nächste Seite vom Seitenrand her "einfliegen" und überdeckt so die aktuelle Seite.

Dieser Effekt wird durch die Übergangsrichtung beeinflusst.

Der "Fly"-Effekt kann weiter konfiguriert werden.

glitter

Löst die aktuelle Seite quadratweise auf und überblendet gleichzeitig in einer Hintergrundebene die nächste Seite entlang einer Linie.

Dieser Effekt wird durch die Übergangsrichtung beeinflusst.

push

Schiebt vom Seitenrand her die nächste Seite ein und "drückt" die aktuelle Seite gleichzeitig aus dem Sichtbereich.

Dieser Effekt wird durch die Übergangsrichtung beeinflusst.

split

Teilt die aktuelle Seite, schiebt die Hälften gegenläufig aus dem Sichtbereich und blendet so direkt über.

Die Übergangsrichtung hat keinen Einfluss auf diesen Effekt.

uncover

Schiebt die aktuelle Seite aus dem Sichtbereich und legt die dahinter liegende nächste Seite frei.

Dieser Effekt wird durch die Übergangsrichtung beeinflusst.

wipe

Blendet die aktuelle Seite flüssig entlang einer laufenden Linie aus.

Dieser Effekt wird durch die Übergangsrichtung beeinflusst.

 

Seiten-Übergangsrichtung

Der Parameter "Übergangsrichtung" beeinflusst die Richtung der Übergangsanimation (sofern auf die Animation anwendbar).

 

none

Entfernt die Bewegungsrichtung, sofern möglich.

leftToRight

Bewegungsrichtung von links nach rechts.

bottomToTop

Bewegungsrichtung von unten nach oben.

rightToLeft

Bewegungsrichtung von rechts nach links.

topToBottom

Bewegungsrichtung von oben nach unten.

topLeftToBottomRight

Bewegungsrichtung diagonal von oben links nach unten rechts.

 

Der Fly-Effekt

Der "Fly"-Effekt stellt weitere Parameter zur Verfügung, die seine Darstellung beeinflussen. Diese Parameter haben keinerlei Auswirkungen auf andere Effekte.

 

flyScale

Beeinflusst die anfängliche Größe der "einfliegenden" Seite. Die Seite wird von diesem Skalierungswert ausgehend während der Animationsdauer flüssig auf die eigentlich dargestellte Seitengröße skaliert und erweckt so den Eindruck, beispielsweise von oben auf die Anzeigefläche zu fallen.

 

flyAreaOpaque

Wird dieser Parameter aktiviert, so wird die Hintergrundebene der "einfliegenden" Seite als transparent dargestellt. Es "fliegen" also nur die Inhalte (Texte, Bilder) der Seite ein und erwecken so den Anschein, direkt die Seiteninhalte der vorherigen Seite zu ersetzen.

 

Automatische Seitenwechsel

Automatische Seitenwechsel können genutzt werden, um in der Vollbildansicht automatische Slideshows zu realisieren, bei denen ohne Nutzerinteraktion nach und nach über Seitenbereiche oder das gesamte Dokument geblättert wird. Durch die Nutzung von Übergangseffekten lassen sich diese automatischen Seitenübergänge zusätzlich interessanter gestalten.

 

autoScroll

Wird dieser Parameter aktiviert, so wird der automatische Seitenwechsel für den angegebenen Seitenbereich aktiviert. Es wird nach einer gegebenen Zeit automatisch zur nächsten Seite geblättert, sollte der Nutzer dies nicht vorher manuell getan haben.

 

autoScrollTime

Dieser Parameter gibt die Zeit an, nach der automatisch auf die nächste Seite gewechselt wird. Dieser Parameter spielt nur in Kombination mit der booleschen Flag "autoScroll" eine Rolle.

 

Hintergründe

Hintergründe werden hinter allen anderen Seiteninhalten angezeigt. Es ist derzeit nicht möglich, mehr als einen Hintergrund pro Dokument zu definieren, und Seiten, auf denen dieser Hintergrund angezeigt wird, müssen sich in einem festen Intervall direkt aufeinander folgender Seiten befinden.

Bevor ein Hintergrund einem Dokument hinzugefügt werden kann, müssen bereits existierende Hintergründe entfernt werden. Dies kann entweder über die Nutzung der "remove"-Operation erfolgen oder über die Nutzung des Parameters "replaceExisting".

 

Bildhintergrund

Für den Inhalt dieses Hintergrunds wird ein Bild hinterlegt, das im definierten Bereich angezeigt wird.

 

Einfarbiger Hintergrund

Für den Inhalt dieses Hintergrunds wird eine Farbe hinterlegt, die den definierten Bereich ausfüllt.

 

Einfarbige Hintergründe sind zunächst seitenfüllend, während für Bildhintergründe davon ausgegangen wird, dass ihre ursprünglichen Dimensionen verwendet werden sollen. Über die Angabe eines zusätzlichen Skalierungsfaktors können die Dimensionen des Hintergrunds allerdings weiter beeinflusst werden.

Gerade durch Rotation können skalierte Hintergründe hierbei über den Seitenrand hinaus ragen. Um dies zu verhindern, kann der Parameter "pageRelative" genutzt werden, der bewirkt, dass der Skalierungsfaktor stattdessen als eine prozentuale Angabe der Seitendimensionen interpretiert wird. Bei seitenrelativer Skalierung wird folglich der rotierte Hintergrund passend in diesen resultierenden Seitenbereich skaliert, unabhängig von seinen ursprünglichen Dimensionen.

 

Kopf- und Fußzeilen

Kopf- und Fußzeilen werden am oberen bzw. unteren Seitenrand eingeblendet und können dazu genutzt werden, um auf Seiten zusätzliche kontextuelle Informationen, wie zum Beispiel das Erstellungsdatum des Dokuments oder die Seitennummer der Seite, anzuzeigen. Es ist derzeit nicht möglich, mehr als eine Kopf- und Fußzeilenangabe pro Dokument zu definieren, und Seiten, auf denen diese Kopf- und Fußzeilen angezeigt werden, müssen sich in einem festen Intervall direkt aufeinander folgender Seiten befinden.

Bevor Kopf- und Fußzeilen einem Dokument hinzugefügt werden können, müssen bereits existierende Kopf- und Fußzeilen entfernt werden. Dies kann entweder über die Nutzung der "remove"-Operation erfolgen oder über die Nutzung des Parameters "replaceExisting".

 

Es ist möglich, gleichzeitig Kopf- und Fußzeilen zu definieren, die aus drei unterschiedlichen fixierten Positionen bestehen (linker Seitenrand, Seitenmitte, rechter Seitenrand), an denen Inhalte angezeigt werden können.

 

Die Positionen der Inhalte der Kopf- und Fußzeilen können durch die Angabe eines Rahmens, der die Angabe von Abständen zu den verschiedenen Seitenrändern erlaubt, weiter modifiziert werden.

 

Kopf- und Fußzeilen können einfachen und statischen Textinhalt auf jeder Seite enthalten (Beispielsweise den Namen/Titel/Autor des Dokuments), erlauben aber auch die Integration dynamischer kontextbezogener Formate. Dynamische Formate sind hierbei das Datumsformat, das Seitennummernformat und das PaginierStempelformat.

 

Dynamische Kopf- und Fußzeileninhalte

Kopf- und Fußzeilen können neben statischen Textinhalten auch die im Folgenden beschriebenen dynamischen Inhalte enthalten. Der Inhalt dieser Elemente hängt entweder von Eigenschaften des Dokuments (Änderungsdatum) oder von Eigenschaften der enthaltenen Seite ab (Seitennummer). Dynamische Inhalte werden durch Einschluss in doppelte spitze Klammern markiert: <<Format>>

Es ist möglich, statische Inhalte und dynamische Inhalte miteinander zu kombinieren: Erstes Format- <<Format1>> -weitere Inhalte- <<Format2>>

Die Angabe von dynamischen Inhalten erfolgt nach einer festen Syntax, der Inhalt der spitzen Klammern ist nicht beliebig und folgt folgenden Regeln:

 

Datumsformat

Ein Datum setzt sich aus zwei oder drei Datumselementen zusammen, die durch Trennzeichen voneinander abgetrennt werden. Die Trennzeichen selbst können beliebig gewählt werden, aber die eigentlichen Datumselemente sind die Folgenden: y - Jahr, m - Monat, d - Tag

Die Anzahl gleicher aufeinander folgender Datumselemente entscheidet hierbei über die Anzahl der Stellen. Die Jahreszahl darf 2 oder 4 Stellen haben, die Tages- und Monatszahl eine oder 2 Stellen. Die Reihenfolge der Elemente ist hierbei beliebig.

Gültige Datumsformate wären also zum Beispiel: <<yyyy-dd-m>>, <<mm.yy>>

Auf der Seite selbst würden die Datumselemente entsprechend des Änderungsdatums der Kopf- und Fußzeile ersetzt.

Seitennummerformat

Eine Seitennummer kann entweder für sich allein stehend angegeben werden oder als Teil der gesamten Seitenzahl. Das Seitennummernformat besteht aus einem optionalen und beliebigen Präfix, der Seitennummer selbst [i], einem optionalen und beliebigen Trennausdruck und der optionalen Gesamtseitenzahl [n]. Der Platzhalter für die Seitennummer wird hierbei durch die Nummer der enthaltenen Seite ersetzt und die Gesamtseitenzahl durch die Seitenzahl des Dokuments.

Gültige Seitennummerformate wären also zum Beispiel: <<Seite i von n>>, <<i>>, <<i/n>>, <<i of n>>

Auf der Seite selbst würden die Elemente des Seitennummerformats entsprechend der Seitenposition im Dokument ersetzt.

Über den Parameter "firstPageNumber" ist es möglich, eine Seitennummer anzugeben, ab der Seiten gezählt werden sollen. Dies beeinflusst sowohl [i] als auch [n] entsprechend.

Paginierstempel (Bates-Nummer)

Ein Paginierstempel verknüpft eine Seite eines Dokuments mit einer bestimmten Identifikationsnummer, mit einem festen Aufbau. Ein Paginierstempel kann hierbei eine "natürliche" Seitennummer abbilden, die sich auf den Kontext dieses Einzeldokuments bezieht, kann aber auch eine dokumentenübergreifende Nummerierung abbilden und somit die gestempelte Seite in einen größeren Kontext einordnen.

An sich nummeriert auch der Paginierstempel Seiten fortlaufend von einer festen Startnummer aus zählend.

Ein solcher Stempel setzt sich aus einem beliebigen Präfix, einer Nummer mit einer festen Anzahl an Ziffern - mit vorangestellten Nullen, wo nötig - und einem beliebigen Suffix zusammen.

Die Formatangabe erfolgt über 4 durch Hash-Zeichen [#] abgetrennte Werte. Der erste Wert gibt hierbei die Anzahl der Ziffern an, der zweite die Startnummer, für die fortlaufende Nummerierung, der dritte den Inhalt des Präfixes, und der vierte den Inhalt des Suffixes.

Wird kein Suffix benötigt, so kann der vierte Wert wegfallen. Wird kein Präfix angegeben, so kann der dritte Wert leer gelassen werden.

Gültige Paginierstempelformate wären also zum Beispiel: <<#6#2#Präfix#Suffix>>, <<#8#256## Suffix ohne Präfix>>, <<#1#0#Präfix ohne Suffix>>

Paginierstempel zweier aufeinander folgender Seiten könnten dann beispielsweise wie folgt lauten: "Nr. 000245 SVD", "Nr. 000246 SVD"

 

hint

Die hier beschriebenen Formate erlauben mehr Freiheiten als gängige PDF-Editoren üblicherweise gewähren - beispielsweise ist für das Datumsformat grundsätzlich jede beliebige Reihenfolge möglich. Sollten Kopf- und Fußzeilen in einem externen PDF Editor bearbeitet werden, so kann es zu Abweichungen kommen. Die Anzeige der Kopf- und Fußzeilen selbst ist hiervon nicht betroffen.

 

tipp

Der Parameter "firstPageNumber" kann in Kombination mit dem Seitenintervall genutzt werden, um zum Beispiel erst ab der zweiten Seite mit dem Zählen zu beginnen und in der Gesamtseitenzahl auch nur Seiten ab der zweiten Seite zu berücksichtigen. Dies ermöglicht es beispielsweise, ein Deckblatt in der Seitennummer zu berücksichtigen und erst die auf das Deckblatt folgende Seite als Seite 1 zu behandeln.

 

Seitenrahmen setzen

Die Inhalte einer PDF-Seite sind innerhalb verschiedener, ineinander verschachtelter Boxen abgelegt. Inhalte werden in der Regel in Relation zu diesen Boxen positioniert. Zusätzlich dazu bestimmen die Boxen darüber, welche Seiteninhalte in Anzeigeprogrammen sichtbar sind und welche dieser Elemente druckbar sind. Ein Element, das in einem Anzeigeprogramm angezeigt wird, muss somit nicht dringend auf einem Ausdruck der Seite abgebildet werden und umgekehrt. Schließlich dienen die Boxen der räumlichen Gruppierung und Differenzierung der Bedeutung von Inhalten.

 

Hierbei gelten folgende Regeln für die Boxen:

Die Mediabox gibt die tatsächliche physikalische Größe des bedruckten Mediums an und sollte somit sämtliche Inhalte und Boxen umfassen.

Es nicht dringend erforderlich, sämtliche Boxen anzupassen oder anzugeben. Die Mediabox ist die einzige Box, die zwingend vorhanden sein muss, und diese sollte unabhängig von webPDF in gültigen Dokumenten stets bereits initialisiert sein.

Werden Boxen nicht benötigt oder ist deren Angabe unerwünscht, so können sie mit anderen, übergeordneten Boxen zusammenfallen (also deren Position und Dimensionen annehmen).

Boxen, die nicht in die PDF-Struktur eingetragen sind (weil sie zum Beispiel entfernt wurden), können dennoch gültig abgerufen werden, denn für ihren Standardwert fallen

die Art-, die Trim- und die Bleedbox mit der Cropbox zusammen, sollten sie nicht gesetzt sein.

Sollte die Cropbox nicht gesetzt sein, so fallen sämtliche Boxen (inklusive der Cropbox) auf die Mediabox zurück.

 

In einem neu erstellten und nicht weiter konfigurierten Dokument ist es sehr wahrscheinlich, dass sämtliche vorhandenen Boxen mit der Mediabox zusammenfallen (bzw. nur die Mediabox allein angegeben wird). In den meisten Fällen und gerade für Dokumente, die nur digital weiter verwertet werden, ist dies völlig ausreichend. Für hochwertige Druckerzeugnisse hingegen ist es oftmals sinnvoller, die Boxen wie folgt zu nutzen, um die Druckausgabe detaillierter zu konfigurieren:

 

boxes

Mediabox

Die Mediabox gibt die physikalischen Dimensionen des unbeschnittenen, bedruckten Ausgabemediums selbst an. Sie ist die alles umschließende Box; sämtliche Inhalte sollten also mindestens innerhalb ihrer Grenzen positioniert werden und würden ansonsten abgeschnitten.

Cropbox

Die Cropbox ist der tatsächlich sichtbare Bereich des Dokuments; alle Inhalte, die sich außerhalb der Cropbox befinden, liegen innerhalb der Dimensionen des bedruckten Mediums, werden aber in der Regel in Anzeigeprogrammen nicht sichtbar sein. Inhalte, die zwischen Cropbox und Mediabox liegen, werden nicht entfernt oder abgeschnitten, sondern lediglich ausgeblendet.

Bleedbox

Die Bleedbox gibt die absolut äußersten Inhaltsgrenzen inklusive Beschnittrahmen an. Zwischen Bleedbox und Mediabox befinden sich in der Regel nur Elemente, die zwar benötigt werden, aber im gedruckten Endprodukt nicht enthalten sein sollen, beispielsweise Druckermarken und interne Vermerke.

In den Bereich zwischen Trim- und Bleedbox sollten Inhalte höchstens dann hineinragen, wenn sichergestellt werden soll, dass gedruckte Elemente auf jeden Fall bis zum Rand des Papiers reichen (randabfallende Grafiken).

Der Beschnittrahmen zwischen Bleed- und Trimbox ist ein Toleranzbereich, der beim Zuschneiden des Druckergebnisses eingeräumt wird und innerhalb dessen der Blattbeschnitt liegen sollte.

Trimbox

Die Trimbox gibt das gewünschte, beschnittene Endformat des Druckerzeugnisses an und positioniert die Inhalte der Seite im tatsächlich gedruckten und im Endprodukt enthaltenen Bereich.

Artbox

Die Artbox markiert alle tatsächlich dargestellten Inhaltsobjekte der Seite und erlaubt somit den Ausschluss nicht gefüllter oder irrelevanter Seitenbereiche für eine vollautomatisierte und beschleunigte Verarbeitung in der Druckvorstufe. Im Unterschied zur Trimbox definiert die Artbox also nicht den druckbaren Bereich, sondern den Bereich der Seite, der auch faktisch relevante Elemente enthält. Die Artbox wird häufig ausgelassen bzw. fällt direkt mit der Trimbox zusammen.

 

 

 

hint

Aus den gegebenen Einschränkungen folgt, dass die Positionen und Dimensionen der Boxen nicht völlig beliebig sind und teils stark von übergeordneten Boxen abhängen. Größenänderungen von Boxen dürfen nicht dazu führen, dass irgendeine Box über die Ränder der Mediabox hinausragt; somit werden bei Größenänderungen der Mediabox (oder bei Änderungen enthaltener Boxen) alle untergeordneten Boxen auf die Dimensionen der Mediabox begrenzt.

 

hint

Es ist zwar grundsätzlich möglich, aber nicht dringend sinnvoll, die Art- oder Trimbox größer zu wählen als die Bleedbox.

 

tipp

Für Informationen bezüglich des Entfernens, aber vor allem auch des Verhaltens von untergeordneten Boxen, sollte eine übergeordnete Box nicht vorhanden sein, lesen Sie bitte hier weiter.

 

Seitenrahmen entfernen und Standardwerte von Seitenrahmen

Aus verschiedenen Gründen kann es wünschenswert sein, eine Box aus einer Seite zu entfernen. webPDF erlaubt es, eine Box gezielt anzusprechen und dies zu tun. Untergeordnete Boxen werden hierdurch nicht negativ beeinflusst, da übergeordnete Boxen die Funktion der entfernten Box übernehmen. Wird beispielsweise die Bleedbox entfernt, so orientieren sich Art- und Trimbox stattdessen an der Cropbox. Wird die Cropbox entfernt, so orientieren sich untergeordnete Boxen an der Mediabox.

Die Mediabox ist die einzige Box, die immer und zwingend für einer Seite eines PDF-Dokuments definiert sein muss und die nicht entfernt werden darf und kann.

 

hint

Es ist möglich, im selben Bearbeitungsvorgang Boxen zu editieren und andere Boxen zu entfernen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass das Entfernen von Seitenrahmen grundsätzlich vor der Skalierung von Seitenrahmen ausgeführt wird, wenn beide Operationen für den gleichen Arbeitsschritt definiert werden.

 

tipp

In minimaler Ausprägung enthält eine Seite also lediglich eine Definition für die Mediabox, und sämtliche anderen Boxen fallen auf ihre Dimensionen zurück.