Schriftarten

Für die Konvertierung (Webservice "Converter") von Fremdformaten oder bei der PDF/A-Konvertierung (Webservice "Pdfa") werden Schriftarten benötigt, um ein möglichst exakte Konvertierung zu ermöglichen.

 

Zunächst sucht der Server nach der Schriftart, die im Ausgangsdokument benutzt wurde. Sollte diese Schriftart nicht auf dem Server installiert sein, so wird versucht eine Ersatzschriftart zu finden. Dabei sucht der Server nach einer Schriftart, die der "Schrift-Familie" (Font Family / Typeface) der Ursprungsschriftart entspricht bzw. ein ähnliches Erscheinungsbild hat (z.B. mit oder ohne Seriefen).

 

Bei den Schriftarten ist es auch wichtig, das die entsprechenden Unicode-Bereiche unterstützt werden. Wird z.B. ein Dokument mit asiatischen Zeichen konvertiert, dann muss auch mindestens eine Schriftart auf dem Server vorhanden sein, die diesen Unicode-Bereich unterstützt.

 

hint

Installieren Sie möglichst viele Schriftarten auf dem Server, um eine optimale Konvertierungsqualität zu erhalten. Sie bekommen Schriftarten von verschiedenen Anbietern im Internet.

 

Es findet eine automatische Ersetzung statt, um möglichst jedes Dokument konvertieren zu können. Sollte dies nicht möglich sein, so wird z.B. bei der PDF/A-Konvertierung der Vorgang abgebrochen und ein entsprechender Fehlerbericht geliefert.

 

Der Webservice "Converter" unterstützt zur Zeit Treuetype Fonts (TTF) und Treuetype Collections (TTC). Der Webservice "Pdfa" unterstützt neben TTF und TTC auch zusätzlich OpenType Fonts (OTF).

 

Unter Windows müssen Schriftarten registriert bzw. unter "<Windows>\fonts" installiert sein. Unter Linux werden Schriftarten in dem Ordner "/usr/share/fonts" (und den Unterordner) gesucht. Zusätzlich wird unter Linux der Ordner "/home/<user>/.fonts/" verwendet.

 

hint

Sie Summe aller Verzeichnisse mit Schriftarten darf nicht länger wie 256 Zeichen sein.

 

Da unter Linux die Schriftarten in Unterverzeichnis aufgeteilt sind, kann die Liste der Verzeichnisnamen die 256 Zeichengrenze überschreiten. Führen Sie in diesem Fall die Schriftarten in einem (oder wenigen) Verzeichnissen zusammen.

 

Der Server durchsucht alle Ordner nach Schriftarten. Es muss mindestens eine gültige Schriftart gefunden werden. Wird keine Schriftart gefunden, dann wird der Start des jeweiligen Webservice abgebrochen und der Webservice steht nicht zur Verfügung.

 

hint

Wenn Sie eigene Schriftarten erstellt haben, um z.B. das Corporate Design umzusetzen, dann stellen Sie sicher, das diese Schriftarten auf dem Server verfügbar sind.

 

Symbol-Zeichensätze

Unter Linux achten Sie bitte darauf, das sie auch die unter Windows gebräuchlichen Zeichensätze "Symbol", "Wingdings" und "Webdings" installiert haben. Diese Schriftarten werden oft in Dokumenten verwendet, die unter Windows erstellt wurden. Werden solche Dokumente unter Linux konvertiert und die Schriftarten sind nicht vorhanden, dann kann kein Ersatz gefunden werden und die Dokumente können Lücken im Inhalt haben.

 

Schriftart "Arial Unicode MS"

Die Schriftart "Arial Unicode MS" gilt als universelle Ersatzschriftart für fehlende Schriftarten. Die Schriftart deckt den gesamten Unicode-Bereich ab und definiert auch eine Reihe von grafischen Symbolen (z.B. Checkboxen). Ist diese Schriftart auf dem Server vorhanden, dann können mit hoher Wahrscheinlichkeit die meisten Dokumente konvertiert werden und es entsteht kein Informations- bzw. Darstellungsverlust im konvertierten Dokument durch fehlende Zeichen einer Schriftart.

 

hint

Ist die Schriftart "Arial Unicode MS" vorhanden bzw. nicht vorhanden, dann sehen Sie eine entsprechende Meldung im Server-Log beim Start des Servers.

 

Schriftarten unter Linux

Installieren Sie unter Linux die Unterstützung für Treuetype Fonts (TTF) " unter Debian Linux) und suchen Sie in Ihrer Distribution nach Paketen, die TTF Schriftarten bereitstellen.

 

Debian:

 

apt-get install fontconfig

 

Die meisten Linux-Distributionen verfügen über ein Paket "msttcorefonts" oder andere Pakete, die im Zusammenhang mit "ttf" stehen.

 

hint

Um einige Basis-Schriftarten von Windows auch unter Linux bereitzustellen, finden Sie ein entsprechendes Paket bzw. eine entsprechende Anleitung unter http://mscorefonts2.sourceforge.net/. Unter Debian ist dieses Paket unter dem Namen "msttcorefonts" vorhanden.

 

Debian:

 

apt-cache search ttf

 

Aktualisieren Sie nach der Installation von Schriftarten den "Font-Cache" der Linux-Distribution und starten Sie den webPDF-Server neu, um die Änderungen zu aktivieren.

 

Debian:

 

fc-cache -fv